Dienstag, 21. Mai 2013

Nobelviertelmusik.

Durch die Gassen der Stadt hallt eine freudige Melodie. Wir sind gebannt von ihr und lassen uns leiten. Durch enge Straßen und Menschenmassen. Ich finde, dass die Stadt erst bei Nacht zum Leben erwacht. Dann sind die spannenden Seelen auf dem Pflaster der Altstadt zu finden und die Wahrzeichen hell erleuchtet. Zwischen prächtigen Bauten sitzt eine kleine Akkordeonspielerin mit braunem kurzen Haar und unauffälliger Kleidung. Wir bleiben stehen. Schauen ihr zu. Sie lebt die Musik. Sie liebt die Musik. Wir sind gefangen in ihrem Lächeln. Schließen die Augen und fühlen die Lebensfreude ihrer Lieder. Die Finger springen von einer Taste zur nächsten. Unsere Gedanken bleiben stehen. Ich denke an nichts. Beginne zu lachen. Wir hören ihr zu. Sind Gäste ihrer Kunst. An uns und ihr laufen die Menschen nur so vorbei. Menschen in feinem Zwirn und teuren Schuhen, die nur Geld in den kleinen Koffer werfen, um ihr Mitleid zu besänftigen. Sie ziehen vorbei und geben zu wenig von dem, von welchem sie zu viel haben. Sie nehmen sie nicht wahr. Nur sollte man der kleinen Akkordeonspielerin mit dem kurzen brauen Haar nicht auf anderem Wege wohlwollen? Sich ihr widmen. Echtes Gefühl zeigen. Wir bleiben noch länger stehen. Klatschen am ende und schenken ihr ein echtes Lachen und ein paar Münzen. Als Zugabe bekommen wir ein Lächeln und den Zauber der Nacht. Etwas gutes tun. Etwas würdigen. Etwas leben. Das tut gut.

4 Küsschen:

Marley hat gesagt…

Wunderschön. <3

mary hat gesagt…

ich schließe mich Marley an :-)

rausundlos hat gesagt…

Die, die zu wenig von dem geben, von dem sie zu viel haben, haben Angst, sich davon einfangen zu lassen - von dem Zauber, den sie selbst nicht haben.
Wenn es sie berührt, kommen sie nicht mehr los und merken, dass sie zu wenig von dem haben, was sie wollen.

Alina Adé hat gesagt…

so schön ;3