Mittwoch, 6. Juli 2011

Nachgedacht. Aufgewacht.

Gerade schrieb ich über meinen Tag, in dieses Buch, dass mir bestens dabei hilft, mein Leben zu begreifen. Und ein Thema stach heute mehr als nur heraus. Der Tod. Sterben spielte für mich nie eine große Rolle in meinem Leben. Ich empfand es meist so, dass ich es aus meinem Alltag hinausschob um Platz für die wichtigeren und angenehmeren Dinge zu haben. Wer denkt schon daran, dass alles sterblich ist. Diese Dokumentation im Fernsehen gab mir irgendwie den Anstoß darüber zu schreiben. Doch mein Praktikum nahm mich an die Hand, darüber nachzudenken. Ich hätte nie gedacht, dass die Menschen mit ihrem Tod so locker umgehen, wie in meinem Praktikum. Die Menschen kennen ihr Schicksal und sind dafür bereit. Sie haben alles durchdacht. Viele Menschen sagten mir, dass sie von sich behaupten können, sie haben ihr Leben gelebt - und genau das macht es für sie einfacher. Auch ich sehe den Tod dadurch mehr als einen Teil des Lebens mit schlechtem Nachgeschmack. Er gehört dazu. Und eins hielt mich die ganzen Tage über Wasser: Ich bin für die Menschen da. Ich bereite ihnen einen schönen Lebensabend. Und zu einem gewissen Teil sind die Menschen in diesen Momenten noch glücklich. Und genau das erfüllt mich so ungemein.

7 Küsschen:

Ruth ❤ hat gesagt…

dein text ist so wundervoll wahr und berührend!

sabine hat gesagt…

Wenn ich einmal sterbe, egal wann, will ich sagen können: "ich wollte alles von dieser welt"

Sonnenkind hat gesagt…

der text ist so wundervoll, weil es einfach stimmt.

Merla hat gesagt…

Die Sache mit dem Sterben und so... hach ja...

M▲rcus hat gesagt…

Großartig geschrieben, ich selbst denke auch öfters über den Tod nach.

Venus hat gesagt…

Tomiii!
Wie geht es dir? Habe leider lange nichts mehr gehört bzw. habe selbst lange nichts mehr geschrieben *schäm*

Deine Texte sind immer sooo berührend - auch der Post mit den Liebesfilmen war total schön *-*

Mars hat gesagt…

Mit der Geburt beginnt bereits der Prozess des Sterbens... Das dazwischen nennt man Leben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ältere Menschen auf den Tag vorbereitet sind und behaupten können, sie hätten ihr Leben gelebt und sind jetzt auch bereit dafür, zu sterben. Doch was ist mit all den jungen Menschen, die zu früh sterben müssen? Sie hatten nicht die Chance, genug davon zu bekommen. Wenn man überhaupt je wirklich genug vom Leben haben kann...

Gruß, Mars