Samstag, 23. Juli 2011

Ich bin ein Nachdenkmensch.

Nun sitze ich hier auf dem Bett. Bis vor kurzem hatte ich die Decke noch fest über meinen Kopf gezerrt und mich zusammengerollt. Schutzmechanismus. Ich fühle mich schrecklich, in dieser Phase meines Lebens. Ich gehe diesem und jenem nach habe aber dennoch das Gefühl, nichts gelingt mir so richtig. Ich könnte tagelang durchschlafen und mir vorwerfen, nichts erledigt zu haben oder alles erledigen und mir vorwerfen, nicht geschlafen zu haben. Es ist diese Schwebe. Die letzten Wochen haben mich verändert. Zum positiven, das weiß ich. Aber diese letzten Wochen haben so viele Kopfschmerzen und schlaflose Nächte mit sich gebracht. Ich musste nachdenken. Ganz viel nachdenken. Was bin ich nicht schon alles für Wege durch meinen Kopf gegangen. Und das alles allein durch eine Person. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin glücklich so wie es ist. Ich bin überaus glücklich. Ich strahle tagelang, nur wegen einem simplen Satz und der Vorfreude auf die nächsten Tage. Aber ich denke, jeder Mensch erreicht einmal in seinem Leben den Punkt an dem er sich unbewaffnet vor den Spiegel stellen muss und Ehrlichkeit den Vorrang hat. Wer bin ich? Was will ich? Wer möchte ich sein? Wie denken die anderen darüber? So viele Fragen, die so viel mit sich bringen. Ich begreife einfach endlich, was in mir vorgeht und möchte so viel ausprobieren. So viel unterdrücktes will raus. Manchmal hatte ich mich selbst belogen. Aber jetzt, mir stehen so viele Wege offen mit mir selbst glücklich zu werden. Aber werden die anderen damit glücklich sein? Möchte ich überhaupt jemanden glücklich machen? Eine Person sicherlich. Ich bin ein Nachdenkmensch. Aber einfach aus dem Grund, weil ich viel zu viel nachdachte und weniger tat. Und bald wird es umgekehrt sein. Ich will es auf keinen Fall Neuanfang nennen. Denn mit was bitte fange ich neu an. Meinem Leben? Ich nenne es Erweiterung. Erfüllung. Und bis dahin werde ich noch einige Zeit mit der Decke über dem Kopf verbringen und nachdenken. Wie wird die Zukunft? Werden du und ich ein wir? Wie beständig wird es und haben wir die Kraft dazu? Und im Hintergrund sitzt dann die Hoffnung, die mich anschreit und mir sagt, dass das Herz will. Und endlich will der Kopf auch. Ich will dich.

9 Küsschen:

Merla hat gesagt…

Punkt.
Alles andre zu schreiben wie man mit dir fühlt und dich verstehst ist dessen geachtet unangebracht.
Jeder braucht seinen Spiegelblickmoment. Oder Momente. Diesen Moment in dem die Welt spiegelbildverkehrt still steht und man dadurch sieht was man will.
Herzensmensch du.

Merla hat gesagt…

Eine tiefe Sinnsuche dann. Dabei mach ich das ja nichmal mit Absicht, oh weh, wie steht es nur um mich ^^
Aber ich mag es so zu schreiben=) Und es macht irgendwie glücklicher und gibt ein gutes Gefühl, grad wenn es andren gefällt.

sabine hat gesagt…

Lieber stundenlang im Bett liegen und nachdenken, als stunden lang im Bett liegen und nichts können. Aber ich mag es, wie du das Gefühl beschreibst:)

Lina hat gesagt…

ich liebe deine texte :>

Venus hat gesagt…

Hallo Tomiii :-)

Schöner Text. Finde es positiv zu hären, dass du manches verändern möchtest. Ich bin wohl auch ein Nachdenkmensch - aber etwas anders als du.

Alles Liebe

Becca. hat gesagt…

Wundervoller Post, mein Herzchen. So süß, ker. (:

M▲rcus hat gesagt…

Fragen über Fragen die sich nach und nach beantworten werden.

Anne hat gesagt…

Ich kann irgendwie gar nicht so viel dazu sagen... außer, dass du mit diesem Text eigentlich genau das in Worte gefasst hast, was ich in letzter Zeit denke und fühle.

Glaub mir, manchmal muss es einfach so sein. Das sind Zeiten, die einen verändern... Das ist halt so, da muss man durch

Wir schaffen das Teddylein.

XOXO
Anne

Luisa hat gesagt…

ich denke genau wie du, was diese sache angeht und verabscheue alle leute, die sich drüber lustig machen. was denken sie? dass tot lustig ist?!

dein blog ist gut!